Grundsteinlegung in Bernburg

Im Beisein der Bernburger Gemeindemitglieder und einiger Gäste wurde am Freitagnachmittag feierlich der Grundstein für das neue Gemeindezentrum der Gemeinde Bernburg gelegt.

„Mit dem neuen Gemeindezentrum wird die neuapostolische Gemeinde noch wahrnehmbarer als Teil des lebendigen christlichen Lebens in der Stadt Bernburg“, begrüßte Apostel Jens Korbien alle Teilnehmer zu diesem freudigen Anlass.

Die Gemeinde Bernburg blickte im Jahr 2012 auf eine 125-jährige Geschichte zurück. Der zentrale Anlaufpunkt des Gemeindelebens war bisher eine Kirche auf dem Hinterhof des Grundstücks der Gröbziger Straße 24. Das von der Straße nicht einsehbare Gebäude entspricht allerdings nicht mehr den Anforderungen eines modernen Gemeindelebens. Deshalb soll nun das alte Gebäude durch das neue Gemeindezentrum abgelöst werden.

„Schon seit mehreren Jahren wurde der Gedanke an eine neue Kirche gehegt und tiefgründig erörtert“, so Gemeindevorsteher Wernfried Koch. Dementsprechend sind die Geschwister in Bernburg voller freudiger Erwartung und unterstützen das Vorhaben mit vollem Elan – so auch die feierliche Grundsteinlegung, die mit freudigem Lobgesang und viel Herzlichkeit untermalt wurde. Auch an Schatten spendende Sitzplätze für die rund 120 Teilnehmer hatten die Veranstalter gedacht. So konnten die Anwesenden an diesem hochsommerlichen Tag beobachten, wie Apostel Jens Korbien und Architekt Ralf Wilhelmi eine Hülse mit einer aktuellen Tageszeitung sowie mit Euro-Münzen und Bauplänen füllten, um diese dann in der Grundplatte zu versenken. „Herr, deine Güte reicht so weit“ sang der Chor, dirigiert von Sabine Anderson.

Wie an diesem Tag waren die Außenbedingungen in den zurückliegenden Tagen sommerlich gewesen, sodass die Bodenplatte bereits gegossen werden konnte, was die Grundsteinlegung zu einem symbolischen Akt machte. Ein guter Start für das neue Zuhause der Bernburger Gemeindemitglieder. Doch das war nicht von Anfang an so, denn die Grundstücksuche für das neue Gemeindezentrum gestaltete sich durchaus recht schwierig. Deshalb bedankte sich der Apostel besonders bei allen unterstützenden Beteiligten aber auch bei der geduldigen Gemeinde. Für den weiteren Bauverlauf wünschte er viel Segen und Erfolg.

Die bevorstehenden Ereignisse mögen ein Zusammengehörigkeitsgefühl fördern, nicht nur unter den Gemeindemitgliedern, sondern auch in Verbindung mit der Öffentlichkeit. „Möge das neue Gemeindezentrum einladend wirken auf die Bernburger“, wünschte der Apostel außerdem. Das ist ein bedeutendes Anliegen der Geschwister in Bernburg, deren öffentliche Wahrnehmung bereits durch die Feierlichkeiten um das 125-jährige Jubiläum gefördert wurde. Auch zu anderen Glaubensgemeinschaften sucht die neuapostolische Gemeinde aktiv das Gespräch, so nahmen sie im Frühjahr erstmals an der gemeinsamen Gebetswoche der kirchlichen Allianz in Bernburg teil. Daran erinnerten sich auch der Pfarrer der Bernburger Schlosskirchengemeinde St. Aegidien, Sven Baier, und sein evangelischer Kollege Lambrecht Kuhn, die beide Gäste der feierlichen Grundsteinlegung waren.

Mit Blick in die Zukunft gerichtet freut sich die Gemeinde Bernburg nun auf ein Gemeindezentrum mit einem hohen, mit 80 Plätzen und einer Orgel ausgerüsteten Sakralraum, einem Mutter-Kind-Raum, einem Gruppenraum für die Jugend. Natürlich sind auch Sanitärräume und eine kleine Küche vorgesehen. Der Neubau in der Hegestraße 6 auf dem Gelände einer ehemaligen Eisengießerei soll der Gemeinde bereits im 2. Quartal 2015 zur Verfügung stehen. Dann wird es ein großes Fest geben, dessen Stimmung man bereits nach der Grundsteinlegung erahnen konnte, als alle bei einem kleinen Imbiss und Getränken zum Verweilen und zur freudigen Konversation eingeladen wurden.

J.G.