Kirchenweihe in Bernburg

Unbeschreiblich, dem Himmel nahe – so erlebten die Gemeinde Bernburg und ihre Gäste den diesjährigen Muttertag in der Gemeinde Bernburg.

Schnell sind die Gründe genannt: Viele Jahre erwartete die Gemeinde das Kommen ihres Bezirksapostels. Nun war er da und feierte mit ihr den ersten Gottesdienst in der neu errichteten Kirche. Auch darauf hatte man in Bernburg lange warten müssen.

Doch nun hatte alles Warten ein Ende. Eine erwartungsfrohe Gemeinde war in die Hegestraße gekommen, um am 10. Mai 2015 den Weihegottesdienst zu feiern.

Aus dem Profanen herausgehoben, ein heiliger Ort

„Hehr und heilig ist die Stätte“ – dieser Choral des Gemeindechores passte so recht zum Beginn der Predigt von Bezirksapostel Klingler. Er machte deutlich: Das innerhalb von weniger als einem Jahr neu erstellte Haus ist nicht nur hübscher Blickfang, sondern wird heute unter den vielen Gebäuden in Bernburg aus dem Profanen und Alltäglichen herausgehoben und dem Herrn geweiht. Somit erfüllt der geheiligte Ort zukünftig einen besonderen Zweck. Dorthin sollen viele geladen werden, die sich in der Stätte göttlichen Friedens immer wohlfühlen mögen. Am Altar wird von nun an der Heilige Geist wirken, der Kraft und Hoffnung gibt. Dieser Ort soll eine Schutzstätte sein, wo uns die „feurigen Pfeile des Bösen“ nicht erreichen. Dem Gläubigen sei es der Ort zur Vorbereitung auf den wiederkommenden Christus. So wünschte der Bezirksapostel, dass dieser Zweck in der zu weihenden Stätte nicht allein der Gemeinde zugutekommt, sondern der gesamten Stadt Bernburg.

Opfern mit fröhlicher Gesinnung

Nach dem Weihegebet stellte der Bezirksapostel den Dank an Gott in den Mittelpunkt. Grundlage seiner Predigt war das Bibelwort „Und das Volk war fröhlich, dass sie so willig waren; denn sie gaben's dem Herrn freiwillig von ganzem Herzen“ (1. Chronik 29, aus 9). Er machte deutlich, dass der König David gerne selbst den heiligen Tempel gebaut hätte. Doch nach Gottes Geheiß überließ David seinem Sohn Salomo den Tempelbau. Dabei zog sich David nicht schmollend zurück, sondern unterstützte seinen Sohn im göttlichen Vorhaben. Fröhlich und willig gab David von seinem Besitz ab. Aber nicht nur er, auch das Volk tat es ihm gleich. So konnte der Tempel damals errichtet werden. – Auch heute geben viele Brüder und Schwestern gerne und freudig ihre Opfer, sodass es hier in Bernburg möglich wurde, dieses Haus zu errichten.

Zum Bau des Tempels Gottes, zu dem wir mit so vielen Gläubigen weltweit zählen, brauchte es des ewig gültigen Opfers Jesu Christi. Es ist die Grundlage, um auf ewig bei Gott zu sein. Wir müssen das Opfer Jesu nicht nachahmen. Unser Opfer ist das Abgeben von Dingen, die mit dem „alten Adam“ einhergehen. Menschliche Vorstellungen und Ideen müssen abgegeben werden, damit die Gemeinde des Herrn sich weiterentwickelt.

Wir warten nicht vergebens

In seinem Mitdienen appellierte Apostel Korbien an die Gottesdienstbesucher, fest im Glauben an die Wiederkunft Christi zu bleiben, auch wenn die Erfüllung augenscheinlich aussteht. Wie lange die Gemeinde auf die Erstellung dieses Hauses gewartet habe, wisse er nicht. Doch habe sie nicht umsonst gewartet. So warten wir Gläubigen auch nicht vergebens auf das Kommen Jesu. Bis zu jenem Tag wollen wir mitbauen an der Vollendung der Kirche Christi.

Unser Glück soll ausstrahlen

Schließlich wandte sich Bischof Matthes an die Festgemeinde: Freude und Dankbarkeit erlebe er hier. Er wünschte der Gemeinde, immer wieder das Glück an dieser Friedensstätte zu erleben. Es ist unsere Mission, dass dieses Glück in die Umgebung ausstrahlt.

Mit dem auf Gott gerichteten Schlusschor „Wir loben und preisen dich. Wir stehen bereit, erbitten uns von dir, dass deine Gnade uns niemals verlässt“ ging dieser Festgottesdienst zu Ende. Anschließend bot das Zusammensein auf dem neuen Grundstück und in den Räumen der neuen Kirche Möglichkeit zu vielen persönlichen Begegnungen mit ehemaligen Bernburgern, die den Festtag auch erleben wollten.

W.K.