Tempel des Herrn - Offenbarungsstätte Gottes

Am Abend des 9. August waren 100 Gläubige nach Bernburg gekommen, um mit dem Kirchenpräsidenten der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland, Bezirksapostel Rüdiger Krause, Gottesdienst zu feiern.

Nach eingangs gesungenem Lied „O selig Haus“ (GB 338) und Gebet las der Bezirksapostel Krause aus Psalm 27 den Vers 4:

Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.

Bevor er das Bibelwort beleuchtete, sprach er über seine Vorfreude auf diesen Gottesdienst, den ersten nach seinem Urlaub. Wohl kenne er die Gemeinden Bernburg und Könnern nicht, doch hier im Hause Gottes ist Vertrautheit.
Mit Bezug auf das eingangs gelesene Bibelwort stellte der Bezirksapostel heraus:
Das Haus der HERRN war in jener Zeit der Tempel, die Wohnstätte Gottes, wenngleich er überall präsent war und ist. Im Tempel offenbarte er sich durch Knechte in seinem Wort. Er erinnerte das Volk an sein Heil. Auch heute werden unsere Kirchengebäude geweiht. Hier hören Menschen Gottes
Wort, er sieht uns an und schenkt Seelen sein Heil. Er wendet sich jedem Einzelnen zu. Hier wird geopfert. Gläubige beten ihn an und durch Heiligen Geist vermögen sie aufzublicken zum Nächsten, der auch eine geliebte Seele Gottes ist.
Paulus erinnert uns, dass der Gläubige durch Gabe Heiligen Geistes selbst auch Tempel Gottes ist (vgl. 1Kor 3,16). Dadurch gleicht das Innere einem Gerichtshof, wo wir als Glaubende unser Denken und Handeln abgleichen mögen am Willen Gottes, an den zehn Geboten und dem Gebot von Gottes-
und Nächstenliebe. Es gilt hineinwachsen in das Evangelium, auch wenn es mit Anstrengungen verbunden ist. Gott möge sich in uns wohlfühlen. Darum wollen wir ein aufgeräumtes Leben führen. Gott will stets bei uns wohnen. Selbst wenn es nicht stets in uns aufgeräumt war. Gott wird uns nicht
verlassen. Er hilft uns, weil er uns liebt.
Das Haus des HERRN ist auch seine Kirche, seine Gemeinde. Gebaut ist sie auf dem Grund der Apostel und Propheten. Christus ist der Eckstein (vgl. Eph 2,20). Wen sehen wir in der Gemeinde? Die Gemeinschaft der Gläubigen; die wollen würdig werden für die Zukunft in Gott. In den Gottesdiensten erinnert Gott uns an sein Heil und an so vieles, was er an uns getan hat. Er hält die Zusage seines Wiederkommens in uns wach.


Bezirksapostel Krause wünschte abschließend den Gläubigen der besuchten Gemeinden, dass sie die Nähe Gottes in seinem Hause heute spüren mögen. Es wird ein großartiger Moment, wenn wir ihn bei seinem Erscheinen dann sehen werden.
Im Weiteren waren Bischof Matthes und Bezirksältester Lutz um Predigtzugaben gebeten. Sie unterstrichen unter anderem den „Tempeldienst“ und gingen auf den Segen ein, der sich durch Umsetzen göttlicher Hinweise – selbst wo diese mitunter unverständlich erscheinen – entfaltet.
Die musikalischen Beiträge trugen zur Feierlichkeit des Abends in ansprechender Weise bei.


Nach Vergebung der Sünden, Feier des Heiligen Abendmahls und Segnung am Schluss des Gottesdienstes verabschiedeten sich Geschwister und Gäste – dankbar für den außergewöhnlichen Abend – voneinander und von ihrem Bezirksapostel, dem sie zum großen Teil an diesem Abend erstmals begegnet waren.